Thomas Ruf
Fotografie und Informatik

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«Das Auge macht das Bild,
nicht die Kamera»

Gisèle Freund

Pentax statt Nikon oder Canon?

Irgendwann in den 90er-Jahren erstand ich meine erste wirklich hochwertige Spiegelreflexkamera: eine professionelle Pentax LX. Dieses handliche und sehr robuste Modell begleitete mich während über zehn Jahren auf zahlreichen Reisen und Unternehmungen bei Sonne, Regen und Schnee.

 

Gerade noch rechtzeitig schaffte die Firma Pentax, im Gegensatz zu anderen namhaften Herstellern, den Sprung in die digitale Welt. Somit konnte auch ich diesen Wechsel beinahe nahtlos vollziehen und dank dem legendären K-Bajonett einen Teil meiner Objektive weiter verwenden. Was anfänglich eher ein Zufallsentscheid war – vermutlich wäre ich ohne diese Vorgeschichte heute mit Nikon- oder Canon-Produkten unterwegs – betrachte ich heute als Glücksfall.

 

Obwohl Pentax als kleinerer Anbieter weder den gleichen Bekanntheitsgrad geniesst, noch das gleiche Zubehörangebot liefern kann, entspricht  die Philosophie dieser Firma perfekt meinen Vorstellungen. Mit der kompakten Pentax K7 mit eingebautem Bildstabilisator und den ebenso kompakten und hochwertigen Objektiven bin ich auch heute für meine fotografischen Projekte bestens gerüstet.

 

Speziell die Festbrennweiten-Objektive von Pentax weisen herausragende optische Qualitäten auf und gehören meines Erachtens zu den besten Kleinbildobjektiven, die auf dem Markt überhaupt erhältlich sind. In Verbindung mit dem aktivierten Kamera-Bildstabilisator und natürlich noch mehr bei Einsatz eines Stativ und einer Spiegelvorauslösung resultieren Aufnahmen, deren Schärfe auch meine zugegebenermassen oft übertriebenen Ansprüche vollauf erfüllen.

 

Zum Abschluss noch dies: Ich gehöre nicht zu denjenigen, die behaupten, entscheidend für eine gute Fotografie sei eine möglichst ausgeklügelte Technik. Hätten diese Stimmen recht, wären all die alten Meisterfotos ja nie zustande gekommen. Die moderne Kameratechnik ist inzwischen so ausgereift, dass man sich getrost auf’s Wesentliche konzentrieren kann: Fotografieren! Ganz nach dem Motto: Die beste Kamera ist die, welche man bei sich hat.